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13.01.21 | 2 min

Schweiz glänzt mit hervorragender Lebensqualität

Der Better Life Index der OECD gibt Aufschluss darüber, wie ausgewählte Länder in Themen der Lebensqualität unterwegs sind. Die Schweiz schneidet sowohl im Qualitätscheck als auch im Ländervergleich gut ab. Vor allem in den Themen Beschäftigung, Einkommen, Sicherheit und Lebenszufriedenheit erzielt sie Spitzenwerte.

 

 

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist ein internationaler Zusammenschluss von Ländern, die miteinander Projekte für bessere politische Lösungen in Bereichen wie Wohlstand, Gerechtigkeit oder Chancengleichheit umsetzen. 37 Mitgliedsstaaten zählt die OECD, darunter neben der Schweiz auch die Nachbarländer Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien, alle skandinavischen Länder, die Benelux-Staaten und Länder wie Grossbritannien, die USA oder Japan.
 

Better Life Index – 11 Themen im Fokus

Der Better Life Index der OECD misst seit 2011 die Lebensqualität in 40 Staaten (37 OECD-Staaten plus Brasilien, Russland und Südafrika) anhand folgender 11 Themen:

  • Wohnverhältnisse (Wohnausgaben, Grundausstattung, Verhältnis Anzahl Räume pro Person)
  • Einkommen (Haushaltsnettoeinkommen, Nettofinanzvermögen)
  • Beschäftigung (Beschäftigungsquote, Langzeitarbeitslosigkeit, Durchschnittslohn, Arbeitsplatzsicherheit)
  • Gemeinsinn (sozialer Zusammenhalt)
  • Bildung (Anzahl Bildungsjahre, Bildungsniveau, Kompetenzen der Lernenden)
  • Umwelt (Luftqualität, Wasserqualität)
  • Zivilengagement (Wahlbeteiligung, Beteiligung am Gesetzgebungsprozess)
  • Gesundheit (Lebenserwartung, Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes)
  • Lebenszufriedenheit
  • Sicherheit (Sicherheitsempfinden, Mordrate)
  • Work-Life-Balance (Verhältnis Arbeitszeit/Freizeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie)

Verschiedenste Statistiken und Studienergebnisse sind in die Beurteilung eingeflossen, wie die einzelnen Länder diese Themen umsetzen. Welche Themen in den einzelnen Ländern als wichtig empfunden werden, beurteilen indessen Website-Besucher, die den Index für ihr Land nach eigenem Ermessen ausfüllen. Aus diesem Grund erstellt der Better Life Index keine Jahresrankings. Die eingegebenen Daten werden fortlaufend gemessen und sind an die interaktive Teilhabe der Website-Besucher gekoppelt. Die Ergebnisse sind demzufolge statistisch nicht repräsentativ, geben aber ein aufschlussreiches Stimmungsbild. Interessant ist, wie die Schweiz in diesem Quervergleich abschneidet und in welchen Themen sie überdurchschnittliche, ja sogar herausragende Ergebnisse erzielt.
 

In 10 von 11 Themen überdurchschnittlich – der Schweizer Qualitätscheck

Die Schweiz zeigt sich im Better Life Index von der besten Seite. In nicht weniger als 10 von 11 Themen ist sie überdurchschnittlich gut unterwegs. Die wichtigsten Ergebnisse zu einzelnen Themen können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Beschäftigung: Die Schweiz hat hinter Island die zweithöchste Beschäftigungsquote im OECD-Raum. Wie sich die arbeitsmarktlichen Verwerfungen auswirken, die durch die Corona-Pandemie verursacht werden, muss sich erst noch zeigen. Was sich jetzt schon sagen lässt: Alle Länder der OECD sind davon betroffen.
  • Einkommen: Das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen der Schweizerinnen und Schweizer liegt mit 37’466 USD deutlich über dem OECD-Schnitt (33’604 USD).
  • Sicherheit: 85,3% der Menschen in der Schweiz fühlen sich sicher. Angesichts des OECD-Schnitts von nur 68,4% ist dieser Wert sehr hoch.
  • Lebenszufriedenheit: Sie gilt in der Schweizer Bevölkerung als wichtigstes Thema. Auf einer Skala von 0 bis 10 wird sie mit 7,5 bewertet, während der Wert bei den anderen OECD-Ländern zusammengenommen bei 6,5 liegt.
  • Bildung: Das schweizerische Bildungsniveau überzeugt. 88% der 25- bis 64-Jährigen haben mindestens einen Abschluss der Sekundarstufe II – im OECD-Raum sind es 79%.
  • Gesundheit: Sie ist auch in der Schweiz ein hohes Gut. Das zeigt die Lebenserwartung, mit 86 Jahren für Frauen und 82 Jahren für Männer eine der höchsten im OECD-Raum.
  • Der einzige Schönheitsfehler, die tiefe Bewertung des Themas Zivilengagement, ist differenziert zu betrachten. Ausschlaggebend für das unterdurchschnittliche Ergebnis ist die tiefe Beteiligung bei Wahlen. Anders als in den weiteren Ländern der OECD werden die Bürgerinnen und Bürger der Schweiz mehrmals pro Jahr für Wahlen und Abstimmungen an die Urne gerufen. Diese Gewohnheit hat eine gewisse Nachlässigkeit zur Folge. In vielen Ländern der OECD wird die seltene Gelegenheit zur Beteiligung an Wahlen und Abstimmungen gerne wahrgenommen, wenn sie möglich ist.
     

Hervorragendes Gesamtergebnis

Beurteilt man alle Themen als in höchstem Masse dringlich, ergibt sich ein Ranking, das die Gesamtheit der Umsetzungsqualität aller Themen zusammenfasst. In diesem Länder-Quervergleich schliesst die Schweiz auf Platz 6 ab. Klammert man das Thema «Zivilengagement» aus, klettert die Schweiz auf den 2. Rang hinter Spitzenreiter Norwegen. Je nachdem, welche Themen man prioritär in eine Beurteilung einbezieht, steigt die Schweiz gar zuoberst aufs Podest. Machen sie die Probe aufs Exempel: www.oecdbetterlifeindex.org