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07.06.21 | 2 min

Von der Forschung zur innovativen Lösung

Google lieferte beim Verfassen dieser Zeilen «Innovationen sind …» neben anderem die Ergänzung «… keine Naturereignisse». Auch wenn beim Erfolg vieler Produkte, Prozesse oder Geschäftsmodelle der Zufall eine grosse Rolle spielt, ist Planung doch mitentscheidend. Die strategische Ausnutzung von Technologie spielt dabei häufig eine entscheidende Rolle.

Eine Innovation muss den Nutzern eine Lösung zu einem Bedürfnis bieten. Ist das Bedürfnis klar formuliert und die Lösung umrissen, kann man sich – abgesehen von technischen Hürden – rasch an die Umsetzung machen. Strategisch schwieriger wird es, potenzielle Lösungen für noch nicht vorhandene oder nur erahnte Bedürfnisse zu definieren. Besonders in diesem mittel- und langfristigen Bereich stellt das CSEM regelmässig die Weichen. Wie ist es möglich, hier erfolgreich tätig zu sein?

Nährboden für Lösungen
Zunächst entwickelt das CSEM perspektivisch Technologieplattformen. Ein Element ist die Zusammenarbeit mit akademischen Partnern – etwa über nationale und internationale Projekte und Master- und Doktorarbeiten. Der Fokus liegt dabei auf der angewandten Forschung. Eine weitere Säule ist der informelle Austausch mit der Industrie über Cluster und Netzwerke, Workshops und Strategietreffen. Ein Verständnis der Bedürfnisse unterschiedlichster Industriezweige wird dadurch aufgebaut. Gleichzeitig öffnet das CSEM mit internationaler Vernetzung Türen für seine Industriepartner. Als drittes Element dienen Monitoring-Tools für technologische Entwicklungen und geistiges Eigentum sowie Marktstudien, die die Übersicht abrunden. Die Kombination lässt wesentliche Trends erkennen und steuert so die Strategie des CSEM. Ziel ist es, gut definierte Technologieplattformen auf einen Reifegrad zu bringen, so dass diese als Nährboden für industrielle Lösungen dienen.

Nun gilt es aus diesem Nährboden in enger Interaktion mit den jeweiligen Anwendern die konkreten Lösungen zu erarbeiten oder auch eigene Start-ups zu gründen. Technologien können nicht in jedem Umfeld gleich eingesetzt werden. Hierfür braucht es ein Verständnis der Rahmenbedingungen in der Industrie und vom Markt. Am CSEM arbeiten mittlerweile knapp 600 Personen – teils frisch aus der akademischen Forschung und teils mit langjähriger Industrieerfahrung. Es ist dieser Mix, der innovative Lösungen von der angewandten Forschung ins industrielle Umfeld bringt – vom Startup über das KMU bis zum Konzern.

Für langfristige Bedürfnisse
Das CSEM gestaltet die Zukunft mit seinen Forschungsschwerpunkten Precision Manufacturing, Digitalization und Sustainable Energy. Dabei wird es durch Bund und Kantone finanziell unterstützt; der Standort in Alpnach speziell durch die Zentralschweizer Kantone. Das CSEM will dazu beitragen, höchste Fertigungsstandards und intelligentere Lösungen und Prozesse zu ermöglichen, um den Bedürfnissen der Schweizer Industrie nicht nur heute, sondern insbesondere langfristig zu entsprechen.

 

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